Willkommen an unser Schule: Die Seiteneinsteiger

Seit Beginn des Schuljahres 2015/2016 gibt es an der Freiherr-vom-Stein Realschule Seiteneinsteiger, die in zwei Deutsch-Fördergruppen (SE-Gruppen) unterrichtet werden.

 

 

Was sind Seiteneinsteiger?

Als Seiteneinsteiger werden Schüler/innen von zugewanderten Familien aus EU-Ländern und außereuropäischen Ländern (also auch Flüchtlingskinder) bezeichnet, die keine oder mangelhafte Deutschkenntnisse haben. Diese werden in speziellen Deutschfördergruppen beschult und in eine Regelklasse integriert.  

Der Einstieg in eine SE–Gruppe erfolgt am Schuljahresbeginn, ist später jedoch auch noch möglich. Dort werden Schüler/innen bis zur 10. Jahrgangsstufe, das heißt von ca. 10 – 16 Jahren intensiv in der deutschen Sprache gefördert. Die Gruppenstärke beträgt höchstens 15-20 Schüler/innen. Zurzeit bestehen diese Gruppen aus 17 Schülern und Schülerinnen aus über 10 Ländern.

 

Wie sieht die Sprachförderung und Integration aus?

Die Sprachförderung und Integration der Schüler/innen sieht folgendermaßen aus:

 

Die Dauer der Förderung beträgt in der Regel zwei Schuljahre, bei leistungsstarken Schülern/Schülerinnen auch weniger. Während dieser Zeit absolvieren die Schüler/innen einen intensiven Sprachkurs im Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Geleitet und begleitet werden die SE–Gruppen von Frau Jungmann, einer Lehrerin des Faches Deutsch mit der Zusatz-Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache“.

Darüber hinaus nehmen die Schüler/innen in vielen Fächern am Regelunterricht teil, um schnellstmöglich die Integration in der Regelklasse zu erreichen . Zusätzlich können die SE-Schüler/innen nachmittags an den vielen  AGs der Schule und an der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen, um noch weiteren Kontakt zu den anderen Schülern/Schülerinnen aufzubauen. Insgesamt umfasst die Deutschförderung bis zu 20 Wochenstunden.

 

In der Zeit der Deutschförderung müssen die Schüler/innen die Sprachkompetenzstufen A1, A2 und B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für das Lernen und Lehren von Sprachen (GER) erreichen.

 

Am Ende dieser Förderung findet eine Prüfung statt, bei der die Kompetenzstufe B1 des Referenzrahmens erreicht werden muss. Das erfolgreiche Bestehen dieser Prüfung, d.h. mit „befriedigenden“ Leistungen, stellt die zwingende Voraussetzung für den Besuch einer Regelklasse dar.

 

 

Welche weiteren Fördermaßnahmen für die SE-Schüler/innen gibt es neben dem regulären Unterricht?

Um sich schnell an der Schule wohlzufühlen und einzuleben, werden den SE-Schülern schulische und außerschulischen Unterstützungsangeboten angeboten.

Entsprechend des individuellen Bedarfs der Seiteneinsteiger ergaben sich folgende Förderungsschwerpunkte:

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1.    Förderung der ganzheitlichen Gesundheit:

 

Die Freiherr-vom-Stein Realschule ist eine Sport- und gesundheitsfreundliche Schule. Deshalb bekommen die Schüler/innen durch die Teilnahme an den AGs der Schule die Möglichkeit, sich auch im nachmittäglichen Bereich  sportlich zu betätigen und Kontakte zu anderen Schülern zu knüpfen.
Außerdem soll die körperliche Gesundheit der zum Teil adipösen Schüler durch die AG Hauswirtschaft und der Vermittlung gesunder Ernährung sowie einem Kochkurs näher gebracht werden.
Ferner können die Schüler gemeinsam mit den anderen Schülern am gesunden Mensaessen während der großen Pause der Schule teilnehmen.

 

2.    Lernförderung:

 

Aufgrund der unterschiedlichen Fortschritte beim Erwerb der deutschen Sprache und des unterschiedlichen zeitlichen Verbleibs der Schüler/innen in den SE-Gruppen ist es von Vorteil, wenn eine individuelle Förderung entsprechend des Niveaus des/der einzelnen Schülers/Schülerin stattfinden kann. Neben der besonderen Sprachförderung benötigen viele der Schüler/innen individuelle Förderung, welche momentan nur durch mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter gewährleistet ist. Ihre Hilfe ist neben der Unterstützung im Spracherwerb auch von unschätzbarem Wert im sozialen und emotionalen Bereich für die Schüler.
In der Hausaufgabenbetreuung, welche im Anschluss an den Unterricht stattfindet und von ebenfalls von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleitet wird, können alle Schüler/innen der Schule unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen und haben die Möglichkeit Fragen zu stellen. Außerdem haben die Schüler/innen auch hier die Möglichkeit, Schüler/innen aus den Regelklassen näher kennenzulernen.

 

Welche weiteren Maßnahmen sind sinnvoll?

Vom Wohlfühlen in der Schule ausgehend wollen wir die Schüler/innen unterstützen, sich auch in Düsseldorf und ihrem Stadtteil zu Hause zu fühlen. Deshalb stehen regelmäßige außerschulische Lernorte (z.B: das Kunstmuseum) in und um Düsseldorf auf dem Programm, sei es kultureller, sportlicher oder städtekundlicher Natur. Dabei ist nicht nur der Erlebnischarakter  und Lerneffekt für die SE-Schüler/innen hoch, sondern sie haben auch sehr viel Spaß bei diesen Ausflügen.

 

Welches Ziel möchten wir erreichen?

Unser oberstes Ziel dabei ist die Integration und Unterstützung unseren neuen Schüler/innen, den sogenannten „Seiteneinsteiger“. Sie sollen schnellstmöglich am regulären Schulalltag teilnehmen, die Möglichkeit zur Freundschaftsbildung erhalten und auch ihr nahes Umfeld kennenlernen.