Schulsozialarbeit an der Freiherr-vom-Stein-Realschule

 

 

 

 

Seit August 2006 beschäftigt die Freiherr-vom-Stein-Realschule eine
Diplom-Sozialpädagogin/Systemisch-Integrative Beraterin (DGSF),
Frau Gunda Aschermann.
Sie arbeitet seit 2012 zusammen mit Herrn Jens Habelmann,
Diplom-Sozialarbeiter.


Telefonkontakt

Frau Aschermann: 0211-8998489  

Herr Habelmann: 0211-8998490


Ausgangssituation der Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist Teil der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Realschulen.
Im Regierungsbezirk Düsseldorf hat sie sich seit dem Schuljahr 2006/ 2007 daher zunehmend etablieren können.
 
Der Auftrag der Schulform Realschule ist es, SchülerInnen im Laufe ihrer Schulzeit zu befähigen, nach Erlangen der Fachoberschulreife entweder eine Ausbildung zu beginnen oder die Schullaufbahn in der Sekundarstufe II fortzusetzen.
 
Die Entwicklung gesellschaftlicher Bedingungen der letzten Jahre zeigt einen Anstieg an auffälligen Verhaltensweisen bei Kindern und Jugendlichen sowie eine Zunahme von familiären, kulturellen und strukturell bedingten Problemen. Immer öfter erschweren die veränderten Entwicklungsbedingungen das Miteinander im Klassenverband oder das Erreichen des angestrebten Schulabschlusses.

 

Schulsozialarbeit versucht dem entgegenzuwirken, indem sie einen wichtigen Beitrag zu einem gelingenden Miteinander aller Beteiligten der Schule leistet. Sie ergänzt und unterstützt die schulische Arbeit. Schulsozialarbeit ist besonders dann erfolgreich, wenn sie lösungsorientiert mit LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen sowie außerschulischen Partnern zusammen arbeitet.

Was ist Schulsozialarbeit?

Unter Schulsozialarbeit wird ein Angebot der Jugendhilfe verstanden, bei dem sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich am Ort Schule tätig sind und mit Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammenarbeiten. Junge Menschen werden in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung gefördert und Erziehungsberechtigte und LehrerInnen bei der Erziehung unterstützt.

Ziel der Schulsozialarbeit

„Schulsozialarbeit setzt sich allgemein zum Ziel, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie positiven Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und/ oder sozialen Problemen zu fördern“ (Drilling, 2004; zit. In Bezirksregierung Düsseldorf, 2009).

Ziel der Schulsozialarbeit ist außerdem, rechtzeitig an den Problemen und Schwierigkeiten der Jugendlichen anzusetzen. Da die Schule nach der Familie ein wichtiges Bezugssystem ist, in dem die SchülerInnen einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit verbringen, ist dies auch der Ort, an dem viele Konflikte ausgetragen werden.

Kernaufgaben der Schulsozialarbeit

1. Einzelfallhilfe

  • Beratung und Begleitung von Jugendlichen in Krisensituationen
  • Schützen und Stärken von Mobbingopfern
  • Weiterverweisung und Kooperation mit anderen Institutionen (z.B. bei sexuellem Missbrauch, Misshandlung, Schwangerschaft, Sucht)
  • Einzelbetreuung, z.B. auf Beschluss der Teilkonferenz
  • Hilfe und Unterstützung bei der Zukunftsplanung
  • Hilfe und Beratung bei Problemen im Freundeskreis
  • Etc.

2. Soziale Gruppenarbeit

  • Sozialtrainings zur Förderung der Klassengemeinschaft und der sozialen Kompetenzen (z.B. Deeskalationstrainigs in den 5er Klassen)
  • Drogenpräventionsangebote für einzelne Schulklassen (z.B. Be smart o. Kunst gegen Sucht)
  • Selbstverteidigungsgruppen für Mädchen
  • Ausbildung von Streitschlichtern
  • Nachmittagsbetreuung
  • Mitarbeit bei Klassenfesten, Schulfesten und Projekttagen
  • Initiierung von Projekten

3. Elternarbeit

  • Bedarfsorientierte themenbezogene Elternabende  (z.B. zu den Themen Facebook, Pubertät)
  • Konfliktberatung bei Erziehungskrisen
  • Beratung bei Erziehungsfragen zu Auffälligkeiten des Kindes, wie z.B. Essstörungen,
  •   Selbstverletzung, Aggressionen etc.
  • Lebenspraktische Beratung und Hilfen
  • Angebote für Eltern und Kinder
  • Beratung bei Schulverweigerung, Schulmüdigkeit des Kindes
  • Teilnahme an Elternabenden
  • Hilfestellung bei Kontakten zu Behörden, Verweisungswissen
  • Beratung über mögliche Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket

4. Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium

  • Problemberatung mit Lehrer/innen, beratungsorientierte Teilnahme am Unterricht
  • Einrichtung und Betreuung des Nachdenkraums
  • Teilnahme an Lehrerkonferenzen, Teamsitzungen, Supervision
  • Koordination von Lehrfortbildungen etc.

5. Netzwerkarbeit

  • Leistungsanbieter im Rahmen des Bildungsund Teilhabepaket
  • Kooperation mit:
    – Jugendfreizeiteinrichtungen (Kinderspieltreff, Spieloase)
    – einem Schulpolizisten
    – externen Beratungsstellen (z.B. promädchen, JUB, Kunst gegen Sucht, Schulpsychologische Beratungsstelle)
    – Stiftung Kompetenz im Konflikt
    – Kommissariat Vorbeugung
    – Bezirkssozialdiensten des Jugendamtes
    – Fachstelle für Gewaltprävention

Quellen:
- Drilling, Matthias (2004): Schulsozialarbeit. Antworten auf veränderte Lebenswelten. (3. Auflage). Bern: Haupt Verlag.
- Bezirksregierung Düsseldorf (2009): Schulsozialarbeit an Realschulen. Düsseldorf: ΒΑ Düsseldorf.
- Deutsches Rotes Kreuz: Kurzkonzept. Schulsozialarbeit beim DRK. Düsseldorf.